Bali... das Land
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Die Balinesen ... und ihr heiliges Tempelfest ...

Reisanbau wohin das Auge sieht. Und egal was transportiert werden muss - ob die Ernte für den Markt, das Futter für die Tiere, die gerade gemachten Besorgungen oder die über viele Kilometer zu transportierenden Opfergaben für den Tempel - alles tragen die Frauen auf ihren Köpfen!

Pura Taman Pule
Der grösste Tempel im Zentrum von Mas. Er steht an der ehemaligen Wohnstätte des Hindu-Weisen Danghyang Nirarta (ein Priester aus Java, der im 16. Jahrhundert durch Bali reiste), den die meisten Brahmanen auf Bali als ihren Vorfahren ansehen. Die Tochter des Rajas wurde später seine Frau. Er selbst war später der weise Ratgeber und oberste Priester des Königs von Gelgel.
Alle sechs Monate um Kuningam findet hier im Tempel Pura Taman Pule ein fünftägiges Fest statt. Es ist eines der grössten Ereignisse des Jahres. Lange Prozessionen mit Frauen in traditioneller Kleidung ziehen die Strassen entlang.
Am Wegesrand zum Tempel gibt es Ess- und Marktstände wie eine Art Jahrmarkt. Nachts finden hier ausgiebige Feiern statt - und Balinesen werden dabei niemals müde. Theatergruppen und Tänzer sorgen für spannende Unterhaltung.
Vom Tempel selbst bekommt man bei diesem Andrang von Besuchern nicht sehr viel mit. An mehreren Stellen finden Zeremonien statt. Lautsprecher beschallen die ganze Anlage. Mehrere Priester leiten das Gebet und tragen Geschichten aus heiligen Schriften vor. Im Inneren der Zeremonienbereiche wird von weissgekleideten Priestern heiliges Wasser über die in Gruppen wechselnden Gläubigen verspritzt und geweihter Reis verteilt. Kinder, alte Leute, Männer und Frauen in festlichen Gewändern, Opfergaben, Gamelanmusik und eine festliche Stimmung beherrschen die Szenerie. Ein riesiger Banyanbaum steht mitten im Tempel. Der heiligste Punkt ist im oberen, östlichen Winkel des Innenhofs und für Nichtgläubige tabu.
TEMPELFEST
Das Fest zum Jahrestag der Tempelweihe nennen die Balinesen Odalan. Grund ist der Besuch der Götter. Wenn in einem Dorf die Strassen mit meterlangen und geschnitzten Figuren geschmückten Bambusstangen umsäumt sind (diese nennt man Penjor), so weiss man, dass hier ein Tempelfest stattfindet. Die Balinesen vertreiben gemeinsam die bösen Geister und festigen mit diesen gemeinsamen Aktionen zusätzlich die Bande der Dorfgemeinschaft. Hahnenkämpfe sind fast jeden Morgen angesagt.
Jeder Tempel feiert an einem anderen Tag sein Odalan, somit findet also immer irgendwo ein Fest statt. Als Fremder und Tourist muss man allerdings unbedingt die Kleiderordnung beachten und diese auch ernst nehmen! Sarong und Tempelschal sind zwingend sowie die typischen T-Shirts und Shorts absolut tabu.
Demnächst erfahren Sie noch mehr über BALI, das Land der Tempel
Fotograf: Eberhard Kraft

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