Bali... das Land
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Bali, das Land der Tempel ...

B E S A K I H
Die größte und wohl mit die heiligste Tempelanlage liegt auf 950 m Höhe im Südwesten des heiligen Vulkans Gunung Agung. Die Balinesen verehren den Vulkan als Sitz der Götter. Er wird von seinen Verehrern als Mittelpunkt des Universums angesehen. Pura Besakih ist der Muttertempel aller Tempel auf Bali.

Eigentlich ist es ein Sammelbegriff für eine riesige terrassenförmige Anlage von mehr als 30 Einzelkomplexen, über 200 verschiedenen Hallen, Pagoden und anderen Gebäuden. Für jedes der alten Fürstengeschlechter, für jede Handwerkszunft und für alle balinesischen Dorfgemeinschaften werden hier eigene Tempelbezirke mit Schreinen und Altaren unterhalten.
Ursprung dieses Bezirks geht bis in die prähinduistische Epoche zurück. Bereits im 8. Jahrhundert nach Christus soll hier ein Priester eine hinduistische Kultstätte gegründet haben. Hinduistische Rituale im 11. Jahrhundert sind dokumentarisch belegt. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde das Areal dann immer weiter vergrößert und bebaut, so dass man heute einen imposanten Tempelkomplex vorfindet.

T A N A H   L O T
Auf Postkarten und auf vielen Prospekten über Bali ...
der filigrane Tempel Tanah Lot (übersetzt soviel wie "Tempel der Erde im Meer"). Etwa 30 Kilometer nördlich von Kuta auf einem meerumbrandeten Felsen vor der Küste steht diese kleine - aber feine - Tempelanlage. Zu dem inmitten des Wassers liegenden Felsen kann man wirklich nur während der Ebbe-Zeit hinüberwaten. Ungläubigen ist der Zutritt zum eigentlichen Tempelbezirk strikt verboten, nur den Fuß der Klippen darf man betreten. Die Tempel-Gründung geht zurück auf einen Priester aus Java, der während seiner Wanderung durch Bali im 16. Jahrhundert hier geschlafen haben soll.

P u r a   U l u n    D a n u    B r a t a n
Der Bratan-See ist ein großer Krater-See. Sein Wasser, wenngleich trübe - und tief, gilt bei den Balinesen als heilig. Die Luft ist kühler als in Südbali oder auch im Norden, das umliegende Panorama mit seinen bewachsenen Hängen ist meist neblig.
Der eigentliche Tempel Pura Ulun Danu liegt am westlichen Ufer Dieser Tempel ist der Seegöttin Dewi Danu gewidmet ist. Sie sorgt für das Wasser für den Reisanbau. Ein relativ großer, sehr gepflegter Garten umsäumt diesen Tempel. Einige Schreine sind direkt am Wasser erbaut und sehen aus wie Floße im See. Die hohen Schreine mit mehrstöckigen Dächern, Merus genannt, heben sich vom strahlendblauen Himmel ab. Kein Wunder, das dieser Tempel neben Tanah Lot mit eines der begehrten Postkartenmotive von Bali ist.

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Fotograf: Eberhard Kraft
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